USA 2002 San Francisco

USA 2002 San Francisco

San Francisco war schon zu Hippiezeiten ein Traumziel für Touristen aus aller Welt.

Auf den 43 Hügeln von San Francisco leben 805.235 Menschen (Stand 2010) und die Stadt nimmt damit den 4. Platz bei der Einwohnerzahl kalifornischer Städte ein. Metropolen wie San Diego, San Jose oder Los Angeles sind wesentlich größer. Trotzdem bildet San Francisco das unbestrittene Finanz und Kulturzentrum im Sunshine State.

Cable Car

Eine der kuriosesten Sehenswürdigkeiten und auch weltbekanntes Markenzeichen sind wohl unbestritten die Cable Cars. Am 1.9.1873 startete die Clay-Steet-Linie den öffentlichen Dienst. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts vergößerte sich das Schienennettz auf ca. 180km und die Anzahl der Wagen auf etwa 600. Die nach dem Erdbeben 1906 zerstörten Teile wurden nicht mehr erneuert. Seit 1964 stehen die Cable Cars als einziges Verkehrsmittel auf der Welt unter Denkmalschutz. Heute gibt es noch drei Linien (Powell-Hyde, Powell-Mason, California) mit 40 Wagen und einem Schienennetz von 17 km. Die Besatzung jedes Cable Cars besteht aus dem Fahrer (Gripman) und dem Bremser, der gleichzeitig auch der Schaffner ist. Das Stehen auf den Trittbrettern ist erlaubt und üblich. Natürlich sind auch wir auf den Trittbrettern gestanden. Eine andere Möglichkeit gibt es wohl nicht.

Fisherman’s Wharf

Fisherman’s Wharf zählt zu den Haupttouristenattraktionen in San Francisco. Entstanden ist Fisherman’s Wharf um 1900, als dort italienische Fischer siedelten. Das Viertel ist geprägt von Restaurants, viele Geschäfte, Galerien und Museen. Von hier aus starten auch die Fähren nach Alcatraz. Nicht weit entfernt ist der Cable-Car-Turn-around am Ende der Powell-Hyde-Line. Weiters gibt es auch das Pier 39, eine ehemalige Bootsanlegestelle, die heute Souvenir-Läden, Fahrgeschäfte, Restaurants und ein Aquarium beherbergt. Daneben gibt es auch noch eine spezielle Touristenatraktion: Seelöwen haben sich hier angesiedelt und nutzen die Anlagestellen als Schlafplätze. Nach dem Erdbeben 1989 verließen die Seelöwen ihren bisherigen Stammplatz und besetzten den Pier 39, der wegen Reparaturarbeiten kurzfristig bootsfrei war.

Alcatraz

Der Name Alcatraz kommt aus dem Spanischen und heißt auf Deutsch „Pelikan“. Alcatraz liegt in der Bucht von San Francisco und diente nach Ende des Goldrausches der Armee als Befestigungsanlage um die Bucht gegen ausländische Feinde zu verteidigen. Während des amerikanischen Bürgerkreiges wurde Alcatraz als Militärgefängnis verwendet. Von 1933 bis 1963 war es das berüchtigste Bundesgefängnis der USA. Es waren durchschnittlich nicht mehr als 250 Häftlinge gleichzeitig im Gefängnis untergebracht. Die durchschnittliche Aufenthaltszeit der Häftlinge betrug zehn Jahre. Sie durften nur einmal im Monat eine Stunde lang Besuch erhalten. Bei Regelverstoß wurden die Insassen in Isolationshaft genommen. Sie mussten 18 Tage in einer Einzelzelle, entweder jede Nacht mit konstanter Beleuchtung oder jeden Tag bei Dunkelheit, verbringen. Der alleinige Zweck war, Häftlinge zu übernehmen, um sie gebessert wieder in ein anderes Gefängnis zu schicken. Von Resozialisierung war nie die Rede. Mittlerweile diente sie nur mehr als Touristenattraktion. Auf der 500 Meter langen und bis zu 41 Meter breiten Sandsteininsel befindet sich auch der älteste Leuchtturm der US-amerikanischen Westküste.

Painted Ladies

Die Painted Ladies sind victorianische, mehrfarbig gestrichene Holz-Häuser am Alamo Square. Den Namen erhielten die Häuser von den Autoren Elizabeth Pomada und Michael Larsen in ihrem Roman Painted Ladies  San Franciscos Resplendent Victorians. Durch das Erdbeben von 1906 wurden viele solcher Bauten zerstört. Auch der durch das Beben ausgelöste Brand setzte den Häusern arg zu. Jene Bauten die erhalten blieben wurden zwischenzeitlich restauriert und farbenfroh bemalt. So wurden sie zu einer besonderen Sehenswürdigkeit der Stadt. Der Begriff „Painted Ladies“ ist ein Slang-Begriff aus dem 19. Jahrhundert und steht für Prostituierte, da sich Damen der Gesellschaft damals normalerweise nicht auffällig schminkten.

Lombard Street

Die Lombard Street ist die kurvenreichste Straße der Welt Sie liegt auf dem Russian Hill und erstreckt sich über lediglich einen Block zwischen Hyde Street und Leavenworth Street. Die ursprüngliche Straße wies ein Gefälle von 27% auf. Daher wurden 1923 insgesamt auf nur 145 m Länge 10 Kurven eingefügt. Außerdem wurde sie bergab als Einbahn geführt. Der attraktiv gestaltete Straßenabschnitt zählt heute zu den beliebtesten Fotomotiven der Stadt und wird hauptsächlich von Touristen benutzt, die den „Slalomkurs“ einmal durchfahren möchten. Für Fußgänger verläuft seitlich eine Treppe. Wenn man Pech hat, steht man, bevor man endlich runter fahren kann, im Stau, wenn zu viele Autos die Serpentinen auch gerne mehrmals hintereinander fahren wollen.

Coit Tower

Der Coit Tower ist ein 64 m hoher Aussichtsturm auf dem Telegraph Hill (90m hoch). Lillie Hitchcock Coit hinterließ 1929 der Gemeinde $ 100.000 für die Verschönerung der Stadt. Mit dieser Spende wurde der Aussichtsturm in Deco-Art zu Ehren der Freiwilligen Feuerwehr errichtet. Die Annahme, dass die Form des Turmes dem Ende eines Feuerwehrschlauches entsprechen soll, war von den Architekten nicht beabsichtigt, was sich auf der offiziellen Tafel am Coit Tower nachlesen lässt. Im Inneren des Turms befindet sich das Wandgemälde „Library“. Darauf ist ein Mann zu sehen, der eine Zeitung liest. Ihre Schlagzeile: „Thousands Slaughtered In Austria,“ ihr Datum: 12. Februar 1934, Beginn des Februaraufstands in Linz.

Finacial District

Der Finacial District ist die Innenstadt von San Francisco und zeichnet sich durch viele Wolkenkratzer aus. Die Transamerica Pyramid ist der größte und auffälligste Wolkenkratzer. Er ist 260 Meter hoch und beherbergt 48 Stockwerke. Das Gebäude wurde Ende der 1960er von William Pereira entworfen und 1972 fertiggestellt. Die Pyramide mit ihren prägnanten „Flügeln“ sticht in der Skyline besonders hervor. Sie ist für Touristen nicht zugänglich.

Golden Gate Bridge

Die Golden Gate Bridge ist eine Hängebrücke am Eingang zur Bucht von San Francisco. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt, der gesamten Bay Area und für viele neben der Freiheitsstatue von New York ein Symbol für die Vereinigten Staaten. Hier einige wichtige Details: Eröffnung am 27.5.1937 nach 4 Jahren Bau, 79 m über Meer, 67 m Durchfahrtshöhe, Brückentürme 227 m über Meer, 2824 m lang, Hängeteil 1280 m lang, 120.000 Auto/Tag, kann bis zu 8 m schwingen, Erbauer Joseph Strauss: „Es brauchte zwei Jahrzehnte und 2000 Millionen Worte, die Leute vom Nutzen der Brücke zu überzeugen, aber nur vier Jahre und 35 Millionen Dollar, sie zu bauen.“

Point Reyes Halbinsel

Die Point Reyes Halbinsel liegt ca. 55 km nördlich von San Francisco und hat die Form eines Dreiecks. Am äußersten Punkt liegt der Point Reyes Leuchtturm. Das Kap ist der windigste Punkt der Nordamerikanischen Pazifikküste, die höchste gemessene Windgeschwindigkeit betrug 212 km/h. In Point Reyes wurde ein Großteil des Horrorfilms „The Fog – Nebel des Grauens“ von John Carpenter gedreht. Vor allem der Leuchtturm spielt in diesem Film eine zentrale Rolle.

Napa Valley

Aufgrund des mediterranen Klimas gedeihen im Napa Valley Weine, die seit den 1960ern zu den Weltbesten zählen und vor allem aus den Rebsorten Cabernet Sauvignon, Zinfandel und Chardonnay gekeltert werden. Viele bekannte Winzer haben ihren Sitz im Napa Valley. Wir haben uns das Weingut von Robert Mondavi angesehen.

Sein unvergessenes Zitat:

„Making good wine is a skill, but fine wine is an art.“

(„Guten Wein zu machen ist ein Handwerk – einen großen Wein zu kreieren hingegen eine Kunst.“)

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