USA 2002 Rundreise

USA 2002 Rundreise

Nachdem wir nun ausgeruht genug waren konnte die Rundreise beginnen.

Mit zwei Freunden – Werner und Werner – machte ich eine kleine Rundreise. Die zwei Werners waren jeweils mit einer Harley Davidson Heritage Softail unterwegs. Ich leider nur mit einem Chevrolet Malibu (V6 – 3.1 Liter – 170 PS) als Begleitfahrzeug.

Nachdem ich den Motorradführerschein schon in meiner Jugend gemacht habe, ist es auch schon lange her, dass ich auf einer Maschine gesessen bin. Daher meine Entscheidung gegen das Motorrad und für das Leihauto.

Die Motorrad/Auto-Route hatte Las Vegas als Ausgangs- und Endpunkt und ging über 7 Tage und insgesamt 2.831 km.

1. Tag: Von Las Vegas nach Stovepipe Wells (Death Valley)  454 km

Die erste Tagestour ging in Richtung Death Valley (Kalifornien). Eigentlich dürfte man zu dieser Jahreszeit gar nicht mit den Motorrädern ins Tal reinfahren. Die Harleys haben luftgekühlte Motoren. Das bedeutet bei 42° Lufttemperatur: keine Kühlung. Wer wagt, gewinnt. U.a. haben wir Badwater und den Zabriskie Point besichtigt. Badwater ist der tiefste Punkt der USA (85,5 Meter unter dem Meeresspiegel), Zabriskie Point ist für seine bizarren Erosionslandschaften berühmt. In Stovepipe Wells, das Hotel in dem wir übernachteten, gibt es das weltweit einzige gekühlte Swimmingpool. Nach einem guten Abendessen spielten wir noch die eine oder andere Partie Poolbillard.

Tag 2: Von Stovepipe Wells nach Springdale (Zion Nationalpark) 499 km

Am nächsten Tag fuhren wir zunächst über Beatty und Indian Springs wieder Richtung Las Vegas (Nevada). Danach ging es auf der Interstate 15 Richtung Norden bis Springdale (Utah). Dabei haben wir die nördlichste Ecke von Arizona durchquert. Da der Zion-Nationalpark für den öffentlichen Verkehr gesperrt ist, bleibt für die Besichtigung nur der kostenlose Shuttle. Auch ausgedehnte Wanderungen könnte man hier genießen. Wir sind jedoch nur ein kleines Stückchen gewandert. Als Abendessen gabe es natürlich wieder Steaks und Bier. Übernachtet haben wir dann in einem bed & breakfast.

Tag 3: Vom Zion Nationalpark zum Bryce Canyon 233 km

Am dritten Tag unserer Rundreise legten wir nur wenige Kilometer vom Zion Nationalpark zum Bryce Canyon Nationalpark zurück. Der Park befindet sich auf einer Höhe von 2400 bis 2700 Metern und erstreckt sich über eine Länge von über 30 km. Der Scenic Drive führt zu insgesamt 13 Aussichtspunkten, darunter Sunrise Point, Sunset Point, Inspiration Point und natürlich auch Bryce Point. Weiter im Süden des Parks befinden sich Natural Bridge sowie Rainbow Point und Yovimpa Point. Daher fuhren wir fast nochmal so viele Kilometer im Park von einem zum anderen Aussichtspunkt.

Tag 4: Von Bryce Canyon über Capitol Reef und Glen Canyon nach Mexican Hat 545 km

An diesem Tag lag eine lange Tour vor uns. Zuerst auf der Utah State Route 22 und der Utah State Route 62 in nördlicher Richtung bis zur Utah State Route 24. Auf der ging es dann quer durch den Capitol Reef NP bis Hanksville. Und nun wieder auf der Utah State Route 95 Richtung Süden durch die Glen Canyon National Recreation Area bis nach Mexican Hat. Dabei haben wir im Glen Canyon auf der Hite Crossing Bridge den Colorado River überquert. Nach gefühlten hunderten Kilometern durch wüstenähnliches Gebiet erreichten wir Mexican Hat. Der Ort erhielt den Namen wegen einer, einem mexikanischen Sombrero ähnelnden, Felsformation. Übernachtet haben wir standesgemäß in der Mexican Hat Lodge. Als Abendessen gab es ein Swingin Steak und einige Bierchen.

Tag 5: Von Mexican Hat über Monument Valley und Wupatki NM nach Flagstaff 387 km

Wir haben zwar keinen Western gedreht, aber gefühlt haben wir uns schon wie John Wayne. Die Tafelberge im Monument Valley dienten bereits vielfach als Kulisse für Dreharbeiten. Monument Valley liegt an der südlichen Grenze Utahs zu Arizona innerhalb der Navajo-Nation-Reservation, wird von den Indianern verwaltet und ist daher kein staatliches Schutzgebiet. Kurz vor unserem Etappenziel Flagstaff haben wir noch das Wupatki National Monument und das Sunset Crater Volcano National Monument besucht. 

Tag 6: Von Flagstaff über den Grand Canyon nach Seligman 375 km

Als Erstes haben wir einen kleinen Abstecher zum Meteor Crater, eigentlich Barringer-Krater, gemacht. Er ist ein Einschlagskrater von einem Meteoriten, hat einen Durchmesser von 1200 m und eine Tiefe von 180 m. Unser Tagesziel war jedoch das ca. 100 km entfernte Seligman. Wir hätten ganz einfach auf der Interstate 40 die paar Kilometer runterradeln können. Dann wäre uns jedoch ein wichtiger Teil unserer Rundreise verschlossen geblieben. Daher haben wir einen kleinen Umweg über den Grand Canyon NP gemacht. Aber es hat sich auf jeden Fall ausgezahlt. Nicht umsonst zählt der Grand Canyon zu den großen Naturwundern auf der Erde. 450 km lang, zwischen 6 und 30 km breit und bis zu 1800 m tief. Der Südrand des Grand Canyons liegt im Durchschnitt auf 2100 m ü. M., während der Colorado im Durchschnitt auf 750 m ü. M. fließt.

Tag 7: Von Seligman auf der Route 66 über Hoover Dam nach Las Vegas 336 km

Auf der letzten Etappe unserer Rundreise lag eine ganz berühmte Strasse. Route 66 = Mother Road. Ursprünglich von Chicago nach Los Angeles legte sie eine Wegstrecke von 3939 km zurück. Heutzutage gilt die Route 66 als Symbol für Freiheit, Ungebundenheit, Abenteuer und Aufbruchstimmung. Der Ort Seligman nennt sich selbst „Geburtsstätte der historischen Route 66“. In vielen Orten längs ihrem früheren Streckenverlauf gibt es Souvenirläden, Restaurants, Tankstellen und sonstige Gebäude aus der Blütezeit der Straße. Auf jeden Fall muss man viel Zeit für wenige Kilometer einplanen. Es gibt so viel zu sehen. Sowohl in Seligman als auch in Hackberry. Der Hackberry General Store ist einfach eine Reise wert. In Kingman haben wir die Route 66 verlassen und sind auf dem Hwy 93 Richtung Norden gefahren. Genau auf der Grenze zwischen Arizona uns Nevada liegt der Hoover Dam. Der Damm staut den Colorado auf und bildet so den größte Stausee der USA, den Lake Mead. Von hier aus ist es nicht mehr weit nach Las Vegas.

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