USA 2008 San Francisco

USA 2008 San Francisco

Es gibt wohl kaum jemanden, den nicht alleine beim Gedanken an San Francisco eine gewisse Sehnsucht überfällt.

Der Name der Stadt San Francisco ist spanischen Ursprungs und ist nach dem Heiligen Franziskus, also Franz von Assisi, benannt. Ein von den Einwohnern lange Zeit verpönter, in den letzten Jahren zunehmend wieder akzeptierter Spitzname für San Francisco lautet Frisco. Ein weiterer Spitzname der US-Metropole ist San Fran.

Zu Beginn unseres USA-Urlaubes standen 4 Tage San Francisco auf dem Programm. Natürlich viel zu wenig Zeit um alles zu sehen. Daher haben wir uns auf das Wesentliche beschränkt: Fisherman’s Wharf, Cable Car, Painted Ladies, Cliffhouse, Twin Peaks. Ein Segeltörn in der Bay von San Francisco und eine Evening-Tour in Alcatraz waren nur einige Höhepunkte.

Auch haben wir Ausflüge zum Winchester House, zur Stanford University und entlang der California State Route 1, genauer gesagt den Teil, der Cabrillo Highway genannt wird, unternommen.

Gewohnt haben wir, wie es uns zusteht, im Hotel Sir Francis Drake direkt an der Powell Street bzw. beim Union Square. Gleich vor unserem Hotel war eine Haltestelle der Cable Car.

Am Abend des Ankunftstages sind wir noch zum berühmten Hafenviertel im Nordosten von San Francisco, dem sogenannte Fisherman’s Wharf. Das Viertel ist geprägt von Restaurants, die bekannt sind für ihre Fisch- und Meeresfrüchte-Spezialitäten. Auch wir haben Fisherman’s Wharf nicht nur besichtigt, sondern haben am ersten Tag auch in einem Fischlokal zu Abend gegessen. Voraussetzung für die Wahl des Lokales war natürlich, dass es für Werner und mich auch Fleischgerichte anbietet.

Am ersten vollen Tag machte jeder worauf er gerade Lust hatte. Sissi und ich gingen in der Umgebung des Hotels shoppen. Der nahegelegende Union Square mit den großen Einkaufscentern bietet dazu jede Möglichkeiten. Und wenn das Hotel schon so nahe bei einer Cable Car Station liegt, blieb uns nichts anderes übrig als sie zu benutzen. Wie fast alle Touristen, abgesehen von den Angsthasen, sprangen wir auf die Trittbretter und nicht ins Wageninnere. Lieber den Wind und die entgegenkommenden Wagen genießen. Das ist auch erlaubt und üblich.

Bei der Endstation angelangt besuchten wir selbstverständlich die berühmte ehemalige Bootsanlegestelle, das Pier 39. Diese „kostenlose“ Attraktion ist immer wieder ein Erlebnis: Es haben sich kalifornische Seelöwen auf Anlegestellen an der Pier angesiedelt und nutzen diese als Ruheplätze. Nach einem Erdbeben am 17. Oktober 1989 gab es Erneuerungsarbeiten an der Steganlage. In dieser bootsfreien Zeit siedelten sich die ersten Seelöwen am Pier an. Doch was musste ich 2014 lesen: Eine Touristenattraktion in San Francisco ist plötzlich verschwunden. „Mysteriös“ nennen Meeresforscher den Abzug von Hunderten Seelöwen am Pier 39. Zurück bleiben enttäuschte Touristen.

Am späten Nachmittag trafen wir uns im Hardrock Cafe zum Abendessen um für das Abendprogramm gestärkt zu sein. Wir haben nämlich eine Evening-Tour auf die Insel Alcatraz gebucht. D.h. man macht die Führung bei anbrechender Dämmerung, was die unheimliche Stimmung, die Alcatraz grundsätzlich inne hat, noch verstärkt. Die Insel liegt mitten in der Bucht von San Francisco und wurde früher als Standort für ein befestigtes Fort und danach als Hochsicherheitsgefängnis genutzt. 1. Januar 1934 wurde Alcatraz zu einem Bundesgefängnis umfunktioniert. Wegen des eiskalten Wassers in der Bucht und der tückischen Strömung war „The Rock“ für ein Gefängnis ideal gelegen, da eine Flucht unmöglich schien.

Zweiter Tag: Frühstück im historischen Restaurant Cliffhouse. Es steht am Nordende von Ocean Beach mit Blick auf den Pazifischen Ozean und den Seal Rock, auf dem sich Seelöwen tummeln. Ursprünglich 1863 erbaut wurde es nach Bränden 1894 und 1907 jeweils wieder neu gebaut. Laut Reiseführer ist die schönste Zeit, um den Cliffhouse einen Besuch abzustatten, wegen dem Sonnenuntergang die frühen Abendstunden. Wir haben es als Frühstückslokal gewählt und es war nicht minder beeindruckend. Der heutige Betonbau ist die bislang letzte und unattraktivste Version des 1863 erstmals erbauten Ausflugszieles.

Danach fahren wir mit den Leihautos (2 Ford Mustang!) kreuz und quer durch San Francisco und besichtigen u.a. die Painted Ladies. Sie sind viktorianische, mehrfarbig gestrichene Holzhäuser, die 1890 von Matthew Kavenaugh errichtet wurden. Er hätte es sich sicher nicht träumen lassen, dass seine Häuser einmal zu den meistfotografierten Ansichten von San Francisco zählen würden. Nur am Rande: Der Begriff „Painted Ladies“ ist ein Slang-Begriff aus dem 19. Jahrhundert und steht für Prostituierte, da sich Damen der Gesellschaft damals normalerweise nicht auffällig schminkten.

An Nachmittag haben wir einen Segeltörn in der Bay von San Francisco gemacht. Dabei segelten wir mit einer frischen Brise nicht nur unter der Golden Gate Bridge durch, sondern auch unter der San Francisco-Oakland-Bay-Bridge. Teilweise hatten wir sehr starken Wind, den Seglern unter uns hats gefreut und wir Landratten mussten uns ziemlich gut anhalten. Ganz nach dem Motto: Lassen Sie den Wind ihre Nase kitzeln, wenn das Schiff durch das Wasser der Bay gleitet und die Wellen schneidet. War aber ein tolles Erlebnis. Auch der bereitgestellte Imbiss.

Am dritten Tag mussten sich einige von uns wichtigen geschäftlichen Dingen zuwenden. Sissi und ich aber nicht! Daher fuhren wir nach San Jose zum Winchester House. Das ist das ehemalige Wohnhaus von Sarah Winchester, der Witwe des Gewehrfabrikanten William Winchester. Die Bauarbeiten begannen im Jahr 1884 und wurden erst mit dem Tod von Sarah Winchester am 5. September 1922 beendet. In dem Haus befinden sich mehrere Kuriositäten, wie zum Beispiel Türen, hinter denen einfach eine Wand ist, eine Treppe, die sieben Stufen hinab und dann wieder elf hinauf führt, eine Treppe, die einfach in der Decke endet und eine Tür, die in den Abgrund führt. Einem Volksglauben zufolge war Sarah Winchester von der Furcht besessen, von den Geistern der mit Winchester-Gewehren Getöteten im Schlaf heimgesucht und getötet zu werden. Daher habe sie ihre Villa wie ein riesiges Labyrinth bauen lassen und täglich in anderen Zimmern übernachtet, um von den Geistern nicht gefunden zu werden.

Auch am vierten Tag mussten einige von uns wieder arbeiten. Sissi und ich aber wieder nicht! Daher ab nach Stanford. Die Stanford University gilt mit einem Stiftungsvermögen von 17,2 Milliarden Dollar als eine der reichsten Hochschulen der Welt. Im aktuellen Shanghai-Ranking rangiert sie auf Platz 2. Derzeit sind 14.881 Studenten eingeschrieben. Die Stanford University erhebt seit 2008 keine Studiengebühren mehr bei undergraduate students, deren Eltern weniger als 100.000 US-Dollar verdienen. Damit kann rund ein Drittel aller Bachelorstudenten gebührenfrei studieren. Das Motto der Universität ist in deutscher Sprache verfasst: „Die Luft der Freiheit weht.“

Nachdem wir unsere arbeitenden Freunde wieder abgeholt haben, fuhren wir die California State Route 1 die Küste hinauf Richtung San Francisco. Die Straße ist eine Verbindung zwischen Südkalifornien und Nordkalifornien, an deren Verlauf auch die Großstädte Los Angeles und San Francisco liegen. Einige Teilabschnitte tragen zusätzlich Beinamen, wie unter anderem Pacific Coast Highway, Cabrillo Highway oder Shoreline Highway. Mit einer Länge von 655 Meilen (1.055 km) ist der Highway die längste State Route im Bundesstaat Kalifornien.

Zur Abenddämmerung hin besichtigten wir noch Twin Peaks. Das sind zwei Hügel in San Francisco. Mit einer Höhe von 276 m (nördlicher Gipfel) und 277 m (südlicher Gipfel) stellen sie nach dem Mount Davidson die zweithöchsten natürlichen Erhebungen von San Francisco dar. Zu den beiden Gipfeln führt der Twin Peaks Boulevard, an dem auf der Nordseite der Hügel ein Parkplatz mit Aussichtspunkt liegt, der einen schönen Ausblick über die Stadt San Francisco bietet. Bei Finden der Auffahrt hatten wir so unsere Schwierigkeiten. Wir brauchten schon mindestens zwei Anläufe.

Obwohl wir sie bei diesem San Francisco-Aufenthalt nicht explizit besucht haben, möchte ich abschließend noch zwei Fotos von sehr bekannten Sehenswürdigkeiten präsentieren. Zum einen eine Aufnahme von der Lombard Street und zum anderen eine Aufnahme der Transamerica Pyramid.

Und auch nicht zu vergessen: Die Golden Gate Bridge. Die haben wir am letzten Tag unserer Rundreise ausführlich besucht. Also jetzt einfach den Rundreisebeitrag lesen und du siehst auch die berühmteste Brücke Amerikas.

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