SÜDENGLAND (06/2014)

SÜDENGLAND (06/2014)

Auf den Spuren der Rosamunde Pilcher in Devon & Cornwall

Die Briten vergleichen ihre Insel gerne mit dem Paradies und sind natürlich der Meinung, dass Letzteres bei diesem Vergleich den Kürzeren zieht. Zumindest was Englands Süden und Westen angeht, liegen sie damit gar nicht so falsch. Die Region zwischen London und Land’s End am westlichsten Zipfel der Insel zählt zum Schönsten, was das Vereinigte Königreich zu bieten hat. So ist es auch kein Zufall, dass gerade hier Rosamunde Pilcher und ihre romantischen Geschichten zuhause sind.

Viele Freunde und Bekannte haben uns im Vorfeld der Reise immer wieder gesagt wie schön die Gegend in den Pilcher-Filmen ist. Wir selber haben noch nie einen dieser Filme gesehen. Wir schauen uns die Landschaft lieber in Echt an.

EXETER • GLASTONBURY • CASTLE COMBE • BRISTOL • BATH • WELLS • CHEDDAR • AVEBURY • SALISBURY • STONEHENGE • WINCHESTER • SOUTHAMPTON • PORTSMOUTH • ARUNDEL • BRIGHTON • CHICHESTER • COMPTON ACRES • WEST BAY • LYME REGIS • DARTMOOR • PLYMOUTH • LANHYDROCK HOUSE • POLPERRO • LOOE • ST. MICHAEL’S MOUNT • LAND’S END • ST. IVES

Reiseverlauf

Tag 1 / EXETER – GLASTONBURY – CASTLE COMBE – SWINDON

Mit einem Sonderflug von Österreich nach Exeter startet diese Südengland-Rundreise. Der Flughafen in Exeter ist nicht gerade einer der Wichtigsten und Größten der Insel. Dafür haben wir die Einreiseformalitäten relativ schnell hinter uns gebracht und konnten sofort bei einem Rundgang die alte Hauptstadt von Devon erkunden. Exeter hat sich mit dem mittelalterlichen Kathedralen-Viertel und den Häuserzeilen aus der Tudor- und Stuart-Zeit seinen historischen Charme bewahrt.

Nicht minder interessant ist die Kleinstadt Glastonbury, das unsere nächste Station auf dem Weg nach Swindon war. Sie ist aufgrund der Ruinen der ehemaligen Abtei, der Glastonbury Abbey, und der Legenden um den nahegelegenen Hügel Glastonbury Tor bekannt, derentwegen Glastonbury den Anspruch erhebt, das sagenhafte Avalon zu sein. So soll es die letzte Ruhestätte von König Artus sein. Nach der Besichtigung der Glastonbury Abbey haben wir uns noch einen Pub gesucht und haben inmitten Einheimischer den so berühmten Cider genossen.

Anschließend fuhren wir nach Castle Combe, eine entzückende Ortschaft, die den Titel „Das schönste Dorf Englands“ trägt. Ein ruhiger Spaziergang durch das Dorf brachte uns die wichtigsten Plätze wie den Marktplatz, die Hauptstrasse, die St. Andrew’s Kirche und den durch Castle Combe fließenden Bybrook River näher. An einigen Hauseingängen haben die Einwohner Kuchen zum Verkauf aufgestellt. Das Geld wurde einfach in den Briefkasten gesteckt.

Danach noch 30 km und wir waren schon am Ziel des ersten Tages angelangt. Das Hilton Swindon Hotel sollte für die nächsten zwei Nächte unser Nachtlager werden.

Tag 2 / SWINDON – BRISTOL – BATH – WELLS – CHEDDAR – SWINDON

Erstes Tagesziel war Bristol. Eine orientierende Rundfahrt sollte uns diese junge und lebendige Stadt präsentieren. Kann ich so nicht bestätigen. Viel haben wir ja nicht gesehen, aber vielleicht gibt es auch nicht mehr zu sehen. Gerade einmal haben wir den Bus verlassen und die St. Mary Redcliff Church besichtigt. Warum diese Kirche und nicht die Bristol Cathedral ist mir nicht mehr in Erinnerung. Ich habe in verschiedenen Reiseführern nachgelesen. Bristol hätte scheinbar doch jede Menge an Sehenswürdigkeiten gehabt. Tja!

Danach ging es weiter nach Bath, das bedeutendste Heilbad Englands. Die Stadt ist UNESCO Weltkulturerbe und für viele die schönste Kleinstadt des Landes. Bath bezaubert durch seine elegante Architektur, reizvolle Parkanlagen und die Bath Abbey. Als erstes sahen wir im Royal Victoria Park die berühmten Reihenhäuser am halbkreisförmigen Platz, dem Royal Crescent. Dann konnten wir den Ort zu Fuß erobern. Sehenswert ist der Ort allemal.

Nächstes Ziel war Wells, die kleinste Stadt Englands. Es ist nämlich in England so, dass jeder Ort der eine Kathedrale hat, automatisch das Stadtrecht erwirbt. Wells wird von der Kathedrale mit der imposanten Skulpturengalerie (über 300 Statuen) an der Westfassade dominiert. An diesem Tag war auf dem Platz vor der Kirche eine riesige Jugendveranstaltung. Nach der Besichtigung spazierten wir noch durch die mittelalterliche Wohnstraße Vicar’s Close mit ihren hübschen Häusern. Sie ist die älteste durchgängig bewohnte Straße Europas aus dem 14. Jahrhundert.

Abschließend fuhren wir noch durch die Cheddar-Schlucht nach Cheddar. Der Cheddar Gorge ist Englands größte Felsschlucht. In einer seiner vielen Höhlen wurde auch das älteste vollständige menschliche Skelett Britanniens, der 9000 Jahre alte „Cheddar Man“ gefunden. Und Cheddar ist natürlich, der Name sagt ja schon alles, für seinen Cheddar-Käse, der dort hergestellt wird, berühmt. Wir konnten den berühmten Käse in allen möglichen Varianten verkosten. Den Käse, nicht den Cheddar Man wohlgemerkt.

Tag 3 / SWINDON – AVEBURY – SALISBURY – STONEHENGE – WINCHESTER – SOUTHAMPTON

Zunächst führte die Fahrt nach Avebury, wo wir einen der größten Steinkreise auf den britischen Inseln sehen konnten. Er zählt ebenso zum UNESCO-Weltkulturerbe wie Stonehenge. Es gibt einen großen und in dessen Inneren zwei kleine Steinkreise. Von den ursprünglich 154 Megalithen sind heute noch 36 erhalten. Der im Ort gelegene Pub The Red Lion wirbt damit, der weltweit einzige Pub zu sein, der von einem Steinkreis umgeben ist. Nicht weit von Avebury entfernt sahen wir den rätselhaften Hügel Silbury Hill. Seine ebenmäßige Form legt nahe, dass er von Menschenhand geschaffen wurde, doch es ist nicht ersichtlich, welchem Zweck der Hügel dienen oder gedient haben könnte.

Mittags waren wir in Salisbury. Es ist ein angenehmes Städtchen, das mit seinen hübschen Einkaufsstraßen und netten Plätzen in der Altstadt zum Verweilen einlädt. Zuerst haben wir noch gemeinsam die Kathedrale von Salisbury, in der sich eines der vier noch erhaltenen Exemplare der Magna Carta befindet, besichtigt. Später gingen die meisten Mitreisenden mittagessen, wir trieben uns lieber noch etwas in der Innenstadt herum.

Und jetzt zum nächsten UNESCO-Weltkulturerbe und somit auch zu einem Höhepunkt der Rundreise. Nicht weit von Salisbury entfernt gelangten wir zum 2013 neu errichteten Besucherzentrum. Genau getimed und eingeteilt wurden wir mit einem Shuttle zum zwei Kilometer entfernten megalithischen Steinkreis von Stonehenge befördert. Mit  Audio-Guides bewaffnet umkreisten wir den Steinkreis und erfuhren so manches über die Geschichte. Aber: Ursprung und Bedeutung von Stonehenge sind bis heute ungeklärt und lassen auch viel Spielraum für unzählige Interpretationen zu.

Auf der Weiterfahrt nach Southampton, wo mit dem Jurys Inn unsere zweite Basisstation für zwei Nächte beheimatet war, machten wir noch in Winchester Halt. Natürlich haben wir die Kathedrale von Winchester, einst Kulisse des berühmten Films „Da Vince Code“, besichtigt. Anfang des 20. Jhdt. konnte der Taucher William Walker durch seinen unermüdlichen Einsatz den Einsturz der Kirche verhindern. Näheres wäre u.a. hier oder hier nachzulesen. Für Liebhaber englischer Literatur ist das Haus von Jane Austen zum Pilgerort geworden.

Tag 4 / SOUTHAMPTON – PORTSMOUTH – ARUNDEL – BRIGHTON – CHICHESTER – SOUTHAMPTON

Nach dem Frühstück fuhren wir in die Hafenstadt Portsmouth. Der Aufenthalt in Portsmouth vermittelt eindrucksvoll die einstige Bedeutung des Landes als Seemacht. Zuerst besuchten wir die südlichste Spitze der Portsea Island. Hier liegt die Befestigungsanlage Southsea Castle und das D-Day Museum. Auf dem weitläufigen Gelände sammelte sich hier in der Nacht von 5. auf den 6. Juni 1944 das Militär und startete von hier aus die Landung in der Normandie. Danach bestaunten und erklommen wir die Befestigungsanlage beim Hafen, ehe wir die Portsmouth Anglican Cathedral besichtigten. Schließlich ging es dann zu den Portsmouth Historic Dockyards. Hier kann man die Victory, das berühmte Schiff auf dem Lord Nelson in der Schlacht von Trafalgar gestorben ist, besichtigen.

Auf dem Weg nach Brighton haben wir für eine halbe Stunde einen Fotostopp in der kleinen Ortschaft Arundel eingelegt. Schnell aus den Bus und die Hauptstraße den Berg hoch. Ein paar Fotos vom Arundel Castle und der Hauptstraße und zurück zum Bus. Ein längerer Aufenthalt mit Schloßbesichtigung wäre sicher schöner gewesen, aber wir mussten Zeit sparen, damit wir in Brighton, wo auch sicher mehr zu besichtigen ist, die notwendige Zeit haben.

Brighton, der Inbegriff der englischen Seebäder. Schon im 18. Jhdt. reisten die ersten Lords, Earls und Dukes nach Brighton, um Erholung am Meer zu suchen. Die lange Einfahrt auf der King’s Road, links die feudalen Hotelbauten, rechts der kilometerlange Sandstrand, bestätigt, dass Brighton immer noch als das größte und bekannteste Seebad in England gilt. Die in Arundel eingesparte Zeit hat sich auf jeden Fall gelohnt. Denn Brighton hat wirklich Einiges zu bieten. Nicht nur der exotisch aussehenden Royal Pavilion, er ähnelt von außen einem indischen Palast, ist sehenswert. Die Gassen der Altstadt, wie etwa die Bond St oder die New Rd, zeigen mit ihrer Vielzahl von Geschäften, Cafés, Boutiquen oder Antiquitätenläden die Vitalität der Stadt. Und was wäre Brighton ohne sein Pier. Mit 524 Meters ragt die Brighton Pier, das Wahrzeichen der traditionellen britischen Strandbadkultur, bereits seit dem Jahr 1899 in den Ärmelkanal hinaus.

Um 18:00 Uhr verließen wir Brighton und fuhren wieder zurück nach Southampton. Aber nicht ohne einen Zwischenstopp in Chichester einzulegen. War zwar nicht im Programm so vorgesehen, aber unsere Reiseleiterin wollte es uns nicht vorenthalten. Und gut so. Auf dem Weg zur Kathedrale durchquerten wir den sehr gepflegten Bishops Palace Garden. Die Kathedrale hat einen für Großbritannien ungewöhnlichen einzelstehenden Glockenturm und im Inneren konnten wir ein Kirchenfenster von Marc Chagall bewundern. Auch das in der unmittelbaren Nähe zur Kathedrale stehende Marktkreuz, dem Chichester Cross, konnten wir noch besichtigen. Es gilt als eines der schönsten seiner Art in ganz England und steht am Kreuzungspunkt der vier Hauptstraßen der Stadt.

Tag 5 / SOUTHAMPTON – GÄRTEN VON COMPTON ACRES – WEST BAY – LYME REGIS – DARTMOOR – PLYMOUTH

Erstes Ziel waren die zwischen Bournemouth und Poole gelegenen Gärten von Compton Acres. Sie gelten als eine der schönsten Gärten Englands in Privatbesitz. Eine Reihe völlig zusammenhangloser und doch höchst unterhaltsamer, ­stilistisch unterschiedlicher ­Gärten, die man auf einem Netz von Wegen erreicht. Es gibt u. ­a. einen ägyptischen, spanischen, römischen, kanadischen und japanischen Garten. Wunderschön zu durchwandern.

Nach diesem blumigen Erlebnis ging es weiter an die südliche Küste. Und zwar an Dorchester vorbei bis nach West Bay. West Bay ist ein kleiner Ort der auf dem etwa 150 km langen Küstenstreifen am Ärmelkanal, der sogenannten Jurassic Coast, liegt. Die Küste ist bekannt wegen ihrer eindrucksvollen Fels- und Küstenformationen und gilt als eine wichtige Fundstätte für Fossilien. Und hier haben wir uns das East Cliff, der nördlichste Punkt der Küstenformation Chesil Beach, angesehen. 180 Millionen Jahre alte Sandsteinfelsen. Schon beeindruckend.

Nicht weit erntfernt liegt Lyme Regis, das auch die „Perle von Dorset“ genannt wird. Das Städtchen ist für die in den dortigen Klippen gefundenen Fossilien bekannt und gehört ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe Jurassic Coast. Auch bekannt in Lyme Regis ist vor allem „The Cobb“, eine mächtige, charakteristische Hafenmauer. Das freundliche Städtchen verfügt über viele schöne Häuschen, die sich einen Hang hinaufziehen. Hier haben wir auch einmal Fish ’n‘ Chips gekostet. Und das unter besonders verschärften Bedingungen. Eine Möwe wollte unbedingt mitessen.

Am Nachmittag durchquerten wir das Dartmoor, das größte Naturreservat im Südwesten Englands. Grasende Schafherden, weite Hochmoorflächen und von bizarren Felsformationen durchsetzte Heidelandschaften prägen das Bild. Wir haben auch grasende Pferde und die berühmten Clapper Bridges, aus dünnen Granitplatten erbaute Brücken über Bäche und Flüsse, gesehen. Und was noch viel wichtiger war: wir haben herrliches Wetter gehabt. So konnten wir uns die Landschaft bei Nebel, nämlich totale Orientierungslosigkeit, nur in unseren Gedanken vorstellen.

Tagesziel war Plymouth, die Stadt des Sir Francis Drake, wo wir für drei Nächte das sehr zentral gelegene Hotel, wieder ein Jurys Inn, bezogen.

Tag 6 / PLYMOUTH – LANHYDROCK HOUSE & GARDENS – POLPERRO – LOOE – PLYMOUTH

Am Vormittag besuchten wir Lanhydrock House, eines der schönsten historischen Herrenhäuser in Cornwall. Vom Parkplatz gingen wir ungefähr 1/4 Std. durch eine Parklandschaft und betraten dann das Anwesen durch ein Torhaus. Lanhydrock House ist eines von wenigen englischen Herrenhäusern, die man auch von innen besichtigen kann. Nach der Besichtigung der Räumlichkeiten war noch genug Zeit um einen gemütlichen Spaziergang durch die das Landhaus umgebende 300 ha große Parklandschaft zu unternehmen. Haus und Garten dienten auch als Drehort einiger Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen.

Der nächste zu besuchende Ort  war das reizvolle Fischerdörfchen Polperro. Es hat einen malerischen Fischerhafen, der von dicht gedrängten Häusern umgeben ist. Hier merkt man auch den relativ hohen Gezeitenunterschied. Bei Niedrigwasser stehen die Boote am Grund im Schlick. Bei der Hafeneinfahrt konnten wir ein kleines Stück die Felsen hochklettern und hatten dadurch einen wunderbaren Ausblick auf die Bucht. Doch die Wanderung macht durstig. Also war es selbstverständlich, dass wir im Blue Peter Inn ein Bierchen zu uns nahmen.

Bevor wir wieder nach Plymouth zurückkehrten, machten wir einen kleinen Stopp im nahegelegenen Fischerdorf Looe, das durch den gleichnamigen Fluss in zwei Hälften geteilt wird. Hier liegen die Boote bei Niedrigwasser ebenfalls im Schlamm. Dafür hat Looe zwei unterschiedliche Strände. East Looe ist ein Sandstrand  und liegt am Meer, West Looe dagegen liegt ein Stück im Landesinneren am Zusammenfluß des West und East Looe River.

Bei der Rückkehr nach Plymouth haben wir den Bus schon auf dem sogenannten The Hoe verlassen und sind den Berg zu Fuß runter zum Hotel. Dadurch haben wir einiges mehr von Plymouth gesehen. Im Hoe Park selbst ist der Leuchtturm Smeaton’s Tower und die Bronzestatue von Francis Drake zu sehen. Am östlichen Ende liegt die im 17. Jahrhundert erbaute, noch heute militärisch genutzte Zitadelle von Plymouth. Von hier hat man einerseits in südlicher Richtung einen herrlichen Ausblick über den Plymouth Sound (Bucht), andererseits kann man den gesamten alten Hafen, den Sutton Pool überblicken. Am Ufer unterhalb von The Hoe liegt das halbrunde, im Art déco-Stil erbaute Meerwasserschwimmbad Tinside Pool. Am Hafen angelangt konnten wir neben der kleinen Hafenschleuse die Mayflower Steps besichtigen. Angeblich die Stelle, von der 1620 die Mayflower Richtung Amerika segelte. Im Hafen selbst und in der direkt angrenzenden Barbican genannte Altstadt,  von Plymouth gibt es unzählige Restaurants, Cafes und Pubs. Nicht weit entfernt steht noch die in einem ehemaligen Dominikanerkloster gelegene Black Friars Distillery, die älteste noch bestehende Ginbrennerei in England.

Tag 7 / PLYMOUTH – ST. MICHAEL’S MOUNT – LAND’S END – ST. IVES – PLYMOUTH

Der heutige Ausflug sollte uns zum westlichsten Punkt Englands auf der Hauptinsel Großbritanniens führen. Auf dem Weg dorthin machten wir in der Nähe von Penzance an der Mounts Bay, einer Meeresbucht des Atlantiks am Eingang des Ärmelkanals einen kurzen Fotostopp. Von hier aus sahen wir die gezeitenabhängige Insel St. Michael’s Mount, einen Klosterbau, der als englisches Gegenstück zum berühmten französischen Mont Saint Michel errichtet wurde.

Anschließend ging es endlich zum westlichsten Punkt Großbritanniens, dem Land´s End. Aber wir sind nicht einfach hingefahren. Nein. Wir haben den Bus in dem kleinen Örtchen Sennen Cove verlassen und sind die Klippen raufgeklettert und immer der Steilküste entlang 3,4 km bis nach Land’s End gewandert. Es war eine wunderschöne, wenn auch sehr windige Wanderung. Vor und in den Klippen befindet sich aufgrund der exponierten Lage ein Schiffsfriedhof. Das Wrack des 2003 gestrandeten Frachters RMS Mülheim mit Heimathafen Duisburg liegt wenige hundert Meter nördlich der Spitze. Land’s End befindet sich heute in Privatbesitz. Und es befindet sich dort das „First and Last Refreshment House In England“.

Zum Abschluss des heutigen Tages besuchten wir das malerische Künstlerdorf St. Ives mit verwinkelten Gässchen und einem schönen Hafen. Und klar, wir waren wieder bei Niedrigwasser dort. Alle Boote sitzen fest. Das Dorf selbst ist wirklich hübsch und lädt zum Verweilen ein. Rund um St. Ives gibt es einige wunderschöne kilometerlange Sandstrände. Auch in St. Ives wurde der eine oder andere Rosamunde Pilcher Film gedreht.

Tag 8 / PLYMOUTH – EXETER – ÖSTERREICH

Und es heißt Abschied nehmen von Südengland. Von Plymouth führte die Fahrt retour nach Exeter zum Flughafen, von wo der Rückflug nach Österreich erfolgte.

FAZIT

Auch diese Reise war auf jeden Fall ihr Geld wert. Wir waren zwar auf den Spuren der Rosamunde Pilcher, aber da wir ja im Vorfeld nie einen ihrer Romane gelesen noch eine Verfilmung gesehen haben, können wir die Ähnlichkeit nicht beurteilen. Die Briten haben mit ihrer Aussage, es sei hier wie im Paradies, sicher nicht unrecht. Uns hat es jedenfalls sehr gut gefallen und wir können nur jedem raten, den Süden und Westen Englands zu besuchen.

MIT ODER OHNE ROSAMUNDE PILCHER

auch hier noch ein letzter Blick auf die wunderschöne Landschaft

letzter Blick auf die wunderschöne Landschaft
letzter Blick auf die wunderschöne Landschaft

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