LANZAROTE (03/2013)

LANZAROTE (03/2013)

Lanzarote – aus Feuer und Rauch geboren

Lanzarote gehört mit ihrer bizarren Vulkanlandschaft zu den schönsten Inseln des kanarischen Archipels. Sie wirkt zwar öde und wüstenähnlich, eine Mondlandschaft mit Kratern, baumlos und steinig. Aber es gibt für Badehungrige schöne lange Strände und für Aktivurlauber ist die Insel aufgrund der manchmal sehr heftigen Winde ein Paradies. Meistens kommen jedoch die Touristen wegen der aufregend-wilden vulkanischen Landschaft mit ihren faszinierenden, in vielen Farben leuchtenden Feuerbergen. So auch wir.

Nach Teneriffa war Lanzarote unser zweiter Urlaub auf den Kanaren. Das Flugzeug brauchte für die 3.347 km lange Strecke Wien – Aeropuerto de Lanzarote in der Nähe von Arrecife ca. 4 h 30 min. Wir haben gleich am Flughafen unseren Mietwagen übernommen und sind zu unserem Ausgangspunkt für die nächsten 8 Tage, dem Sands Beach Ressort in Costa Teguise, gefahren. Von hier haben wir täglich unsere Ausflüge unternommen. Und obwohl die Insel nicht sehr groß ist, haben wir doch rund 800 km in einer Woche zurückgelegt. Dem Motto der Hotels „Unser Ziel ist es, Ihren Urlaub zu einer der schönsten Erinnerungen zu machen“ wurden sie auch nahezu 100% gerecht. Kleine Einschränkung: In der ersten Nacht hatten wir ein gröberes Gewitter. Die Bungalows und das Restaurant sind eindeutig nicht dafür ausgelegt. Sowohl bei unserer Eingangstüre als auch bei den Fenstern des Restaurants hat das Wasser den Weg ins Innere gesucht und gefunden. Wurde jedoch nicht repariert. Warum auch, es regnet ja nicht allzu oft auf Lanzarote.

Da in den folgenden Beschreibungen immer wieder von César Manrique zu lesen sein wird, werde ich hier ein paar Worte zum wohl bekanntesten Sohn der Kanareninsel Lanzarote verlieren: Er war Maler, Architekt, Bildhauer und Umweltschützer. Lanzarote ohne César Manrique ist unvorstellbar. Hat er doch mit seinen Entwürfen nach dem Motto – Einbeziehung von Mensch und Natur in die Architektur – das Bild der Vulkaninsel entscheidend geprägt und kaum jemand war so sehr mit seiner Heimat verbunden wie er. Hier nur einige seiner Projekte: Taro de Tahíche – Fundación César Manrique – Casa Omar Sharif – Monumento del Campesino – Casa Museo del Campesino – Jameos del Agua – Restaurant El Diabolo – Mirador del Rio – Jardin de Cactus –

ARRECIFE • COSTA TEGUISE • SAN BARTOLOMÉ • FUNDACIÓN CÉSAR MANRIQUE • OASIS DE NAZARET • TEGUISE • MONZAGA • ARRIETA • GUATIZA • PUNTA MUJERES • JAMEOS DEL AGUA • MOJON BLANCO • MIRADOR DEL RIO • MIRADOR DE GUINATE • MIRADOR DE HARIA • PLAYA DE FAMARA • YAIZA • PARQUE NACIONAL DE TIMANFAYA • MANCHA BLANCHA • MONTANA COLORADA • TÍAS • FEMÉS • PLAYA BLANCA • PLAYA QUEMADA • PUERTO CALERO • PUERTO DEL CARMEN • EL GOLFO • LOS HERVIDEROS • LAS SALINAS DE JANUBIO • PLAYA DEL JANUBIO • LAS PENAS DEL CHACHE • MONTANA DE GUENIA

Reiseverlauf

Tag 1 / WIEN – ARRECIFE – COSTA TEGUISE

Nachdem wir unser Gepäck im Bungalow verstaut hatten besuchten wir die Hauptstadt Arrecife. Wie alle Metropolen der Kanarischen Inseln besitzt auch Arrecife einen wichtigen Hafen. Hier steht eine echte Bausünde: das Gran Hotel, ein 17-stöckiges Hochhaus, das 1994 total ausbrannte und trotz Protesten 2004 wieder eröffnet wurde. Der Stadt vorgelagert sind mehrere kleine Inseln. Auf einer, dem Islote de San Gabriel, steht das gleichnamige Castillo mit seinen beiden den Eingang flankierenden Kanonen. Die Aussichtsterrasse bietet einen schönen Rundblick. Anschließend überquerten wir die Fußgängerbrücke Puente de Las Bolas (der Name Bolas bezieht sich auf die beiden großen Steinkugeln, die die Zugbrücke als Schmuck dienen) und machten uns auf der Promenade in östlicher Richtung auf den Weg. Vorbei an alten Häusern mit den typisch kanarischen, zierlichen geschnitzten Holzbalkonen schlenderten wir zur Plaza de las Palmas. Hier steht die Pfarrkirche Iglesia de San Ginés de Clermont. Schlicht sind die beiden Nebenportale, aufwendiger das von dunklen Vulkansteinen gerahmte Hauptportal mit dem Rundbogenfenster darüber. Rechts davon steht der Glockenturm mit seiner oktogonalen Kuppel. An der Kirche vorbei gelangten wir zum Charco de San Ginés (was soviel wie Pfütze des hl. Ginés heißt). Hier befindet sich das ruhigste Viertel von Arrecife. Zurück an der Einkaufsstraße Calle León y Castillo steht ein besonders hübsches, gelblichgrün gekacheltes Haus mit einem kleinem Uhrturm. Früher war hier der Sitz der Inselregierung (Cabildo Insular). Auf dem Weg zum Auto bummelten wir noch durch die Einkaufsstraße und besichtigten den Mercadillo mit seinem glasüberdachten, zweistöckigen Patio, der Eisdiele, Bar, Kunstwerkstätten und ein Lederwarengeschäft unter einem Dach vereint.

Tag 2 / SAN BARTOLOMÉ – FUNDACIÓN CÉSAR MANRIQUE – OASIS DE NAZARET – TEGUISE – MONZAGA

Das erste Tagesziel war das beschauliche kleine Städtchen San Bartolomé. Schon von weitem war der an der Plaza León y Castillo gelegene minarettartige Glockenturm des Rathauses im palmengeschmückten Komplex der Pfarrkirche zu erkennen. Das Rathaus wiederum erinnert mit seiner gemauerten Veranda und dem Bogengang darunter ein wenig an ein Herrenhaus in den amerikanischen Südstaaten. Unterhalb der Plaza León y Castillo erstreckt sich eine schattige, mit Bänken versehene Parkanlage. Und wieder nicht weit entfernt, nämlich nur jenseits der Straße, liegt das Centro Cultural Ajei, ein sandfarbenes Landgut in dem das Museo Etnográfico Tanit untergebracht ist.

Als nächstes besuchten wir nahe dem kleinen Dorf Tahíche inmitten von schwarzen Lavafeldern das an einem Kreisverkehr mit einer silberfarbenen Windspiel-Skulptur gelegene einstige Wohnhaus Taro de Tahíche von César Manrique, das seit 1992 die Fundación César Manrique beherbergt. Das Anwesen hatte Manrique ursprünglich als sein Privatdomizil erbaut. Doch als der Besucheransturm immer größer wurde, zog er nach Haria und überließ das Haus der von ihm gegründeten Stiftung, die sich zum Ziel gesetzt hat, einen Architekturstil zu fördern, der im Einklang mit der natürlichen Umgebung steht. Daher war es auch für uns Pflicht das im Kern aus 5 miteinander verbundene Vulkanblasen bestehende Anwesen zu besichtigen. Überwältigt von dem großartigen Eindruck, den wir bekommen hatten, können wir nur jedem Lanzarote-Urlaube die Besichtigung des Anwesens empfehlen.

Auf unserem Weg Richtung Teguise machten wir einen kleinen Abstecher in das nahegelegene Dörfchen Oasis de Nazaret. Über das Dorf gibt es nicht viel zu sagen. Außer natürlich, dass hier die von César Manrique in den 1970er-Jahren entworfene, in die Felsklippen hineingebaute Casa Omar Sharif zu bewundern ist. Der berühmte Schauspieler hat hier aber nur kurze Zeit gewohnt – hat er das Haus doch beim Kartenspiel verloren. Seither hat es sich zu einer Kulturstätte entwickelt. Unter dem Titel LagOmar werden hier zwei Gästehäuser, ein Restaurant, eine Bar und ein Museum zusammengefasst.

Weiter zur sicherlich schönsten Stadt Lanzarotes. Die ehemalige Inselhauptstadt Teguise liegt am Fuße des Vulkans Guanapay. Am Kraterrand des Vulkans wurde zum Schutz gegen Piraten das Castillo de Santa Bárbara errichtet. Im Inneren der Festung befindet sich heute das Museo de la Piratería. Von der rautenförmigen Befestigungsmauer hatten wir trotz schlechtem Wetter einen fantastischen Blick auf Teguise. Danach fuhren wir nach Teguise runter, ein Parkplatz war schnell gefunden, und wir konnten die Altstadt von Teguise, sie steht seit den 1980er-Jahren unter Denkmalschutz, zu Fuß erkunden. Am Anfang unseres Rundgangs stand die zweischiffige Kirche San Francisco. Heute dient sie aber nicht mehr als Kirche sondern als Museum der sakralen Kunst (Museo Sacro). Auf dem Weg zur Pfarrkirche bogen wir vorerst in die Calle Herrera y Rojas ab und besichtigten einen der ältesten Paläste der Kanaren, dem Palacio del Marqués de Herrera y Rojas. Heute befindet sich darin der Patio des Vino, eine Bodega mit Weinverkostung. Gegenüber steht das liebevoll Teatrillo genannte Taetro Municipal Hermanas Manuela y Esperanza Spinola. An der mit Palmen und indischen Lorbeerbäumen geschmückten unregelmäßig geformten und von zwei steif wirkenden Steinlöwen bewachten, Plaza de la Constitución angelangt, zieht der Glockenturm der Pfarrkirche Iglesia de Nuestra Señora de Guadalupe alle Blicke auf sich. Er ist aus rotem Vulkanstein mit schwarzem Aufsatz und weißer oktogonaler Haube. Gegenüber der Pfarrkirche steht das Museo Palacio Spinola und das ehemaliges Zehnthaus La Cilla, in dem früher zehn Prozent der Ernte abgegeben werden mussten. Am vorletzten Tag unseres Urlaubs fuhren wir nocheinmal nach Teguise und spazierten zum Plaza General Franco. Hier erhebt sich das ehemalige Dominikanerkloster Santo Domingo, in dem sich heute das Rathaus befindet. Außerdem haben wir auch noch die als Kaserne erbaute Casa Cuartel gesehen. Sie besitzt auf einer Seite einen turmähnlich erhöhten, zweistöckigen Teil mit einem zierlichen Holzbalkon, der so wie Türen, Fenster und Ecksteine braun gestrichen ist.

An einer wichtigen Verkehrskreuzung in der Inselmitte, kurz vor dem eher unscheinbaren Weindorf Monzaga, erhebt sich weithin sichtbar das berühmte, weißleuchtende Monumento al Campesino (Monumento a la Fecundidad – Fruchtbarkeitsdenkmal). Von wem stammt wohl dieses mehr als 15 m hohe, sehr abstrakte Denkmal? Stimmt! César Manrique! Es besteht aus ausrangierten und weiß lackierten Trinkwasserkanistern alter Fischerboote und ist den schwer arbeitenden Bauern der Insel gewidmet. Unmittelbar neben dem Monumento haben wir das Casa Museo del Campesino (Bauern- und Heimatmusuem) auf den Gelände eines gut erhaltenen traditionellen kanarischen Gehöft besichtigt. In dem Museum bekommt der Besucher einen Einblick in verschiedenste Kunsthandwerke. So konnten wir uns Keramik-, Schreiner- und Töpferwerkstätten ansehen und erhielten viele Informationen über diese interessanten Handwerkstechniken. Im Zentrum der Casa befindet sich das unter einer Rundkuppel liegende Restaurant El Campesino. Kurz hinter dem Monumento beginnt die 15 km lange Weinstraße, die durch das bedeutendste Weinanbaugebiet Lanzarotes, La Geria genannt, führt. Die Weinbauern graben tiefe Trichter in den schwarzen Boden und setzen den Weinstock mitten hinein. Rund um die Pflanzen türmen sie Lavasteinmauern. Diese speichern den Nachttau und schützen die Pflanzen vor dem Austrocknen durch den ständig wehenden Wind.

Tag 3 / ARRIETA – GUATIZA – PUNTA MUJERES – JAMEOS DEL AGUA – MOJON BLANCO – MIRADOR DEL RIO – MIRADOR DE GUINATE – MIRADOR DE HARIA – PLAYA DE FAMARA

Eigentlich wollten wir als Erstes die Kakteengärten Jardin de Cactus bei Guatiza besichtigen. Aber wir Frühaufsteher haben nicht auf die Öffnungszeiten geachtet und so waren wir viel zu früh dort. Also fuhren wir weiter zum Fischerdorf Arrieta. Am Kreisverkehr mit dem roten Windspiel Manriques aus dem Jahr 1992, dem letzten, das er noch selbst aufstellen ließ und dessen Hütchen nur mühsam die Balance mit den schweren Ringen zu halten scheinen, bogen wir rechts in das kleine Dörfchen ab. So wirklich viel hat der Ort nicht zu bieten. Einen Naturstrand, die Playa de La Garita, eine kleine Uferstraße mit Fischlokalen und das auffallendste Bauwerk, das um 1920 erbaute, dreistöckige Blaue Haus (Casa Juanita) direkt am kleinen Fischereihafen. Das blau-rote Gebäude soll ein reicher Argentinier, dessen Tochter an Tuberkulose litt, errichtet haben, damit sie durch die frische Seeluft genesen könne. Das Gebäude steht, nachdem es zwischenzeitlich kurze Zeit als Museum und Restaurant diente, unbenutzt am Atlantik.

Aber jetzt zurück nach Guatiza zu den Kakteengärten Jardin de Cactus. In und um Guatiza breiten sich große Opuntienfelder (Feigenkaktus) hinter niedrigen Mauern aus. Hier züchtet man die Cochenille-Schildlaus, die den begehrten roten Farbstoff Karmin liefert. Vor dem Eingang des Jardin de Cactus steht ein überdimensionierter Kaktus aus Metall. 1989 hatte César Manrique begonnen, diesen botanischen Garten in einem aufgelassenen Steinbruch hineinzubauen und bereits 1990 konnte er eröffnet werden. Am nördlichem Rand befindet sich eine restaurierte Gofio-Mühle. Der Kakteengarten ist terrassenförmig wie ein Amphitheater angelegt und insgesamt gedeihen auf 5000 Quadratmetern mehr als 10.000 Exemplare 1400 verschiedener Kakteenarten. Architektonisch einfühlsam hat Manrique auch das zugehörige Bar-Restaurant aus dem Vulkangestein der Umgebung bauen lassen.

Ein kleines Stück weiter nördlich von Arrieta liegt das beschauliche Fischernest Punta Mujeres, Kap der Frauen. Der Ort heißt so, weil sich hier einst Fischerfrauen aus den umliegenden Dörfern trafen, um die Zeit ohne ihre Männer, die auf hoher See waren, zu überbrücken. Kleine einfache Reihenhäuser säumen die parallel zur Hauptstraße verlaufende schmale Gasse direkt am Meer. Schwarze Lavabrocken begrenzen die felsige Küste und man findet hier sehr interessante natürliche Badegelegenheiten (natürliche Schwimmbecken) aus Lavagestein. Kurz, wer geruhsame Ferien in guter, frischer Seeluft genießen möchte, sollte hierher kommen.

Nur etwa 2 km von Punta Mujeres entfernt liegen nahe der Küste die Jameos del Agua. Dieses Vulkangebilde verdankt seinen Namen dem Wort Jamero, was soviel wie Kamin oder Hohlraum bedeutet. Und tatsächlich handelt es sich hier um einen Teil eines mehr als 7 km langen Lavatunnels. 1966 erbaute hier César Manrique eine Kunst- und Kulturstätte und Touristenattraktion, die er mit Pool, Restaurants und Veranstaltungsmöglichkeiten ausgestattet hat. Der Eingang erfolgt über eine geschwungene, steile Treppe bis zum Restaurant in der Grotte, in dem man von der Terrasse auf den unterirdischen See blicken kann, in dem eine weiße Krebsart (Munidopsis polymorpha) lebt, die sonst nur in ozeanischen Tiefen von über 2000 Metern vorkommt. Der Wasserspiegel des Sees steigt und sinkt mit den Gezeiten, da die Grotte, obwohl sie keine direkte Verbindung zum Meer hat, durch Meerwasser, das durch das Gestein sickert, gespeist wird.

Auf der Weiterfahrt von Jameos del Agua Richtung Orzola im Norden durchquerten wir eine ganz besondere Landschaft. Auf der linken Straßenseite liegen die erstarrten Schlackenfelder des Vulkans Corona. Rechts wurden durch die ins Meer fließende Lava bizarre, meist einsame Buchten gebildet. Manche sind sogar mit hellem Sand gefüllt. Diese Buchten sind bei Jeep-Ausflügler sehr beliebt, weshalb Naturschützer große Steine in den Weg gelegt haben, um sie daran zu hindern, bis ans Wasser zu fahren. Bei der Bucht Mojon Blanco wird die Straße durch eine große, fast weißsandige Düne durchtrennt. Wunderschön ist der Kontrast der Formen und Farben zwischen der schwarzen Lava- und der hellen Dünenlandschaft.

Unser nächstes Ausflugsziel war auf dem Bergrücken des Famara-Massivs in 475 m Höhe der von César Manrique einfühlsam in die umgebende Natur plazierte Aussichtspunkt Mirador del Rio. Das Gebäude ist von außerhalb kaum wahrnehmbar, da es geschickt getarnt seine Struktur unter einer schweren Schicht aus Steinen verbirgt, die ihm das gleiche Aussehen wie die Umgebung verleiht. Nach dem Eingang gelangt man in einen Cafeteria, von dessen Decke Manriques mächtige Skulptur aus Draht und Blech hängt. Durch ein großes Panoramafenster konnten wir einen herrlichen Ausblick auf die 1,5 km breite Meerenge namens El Rio, die Lanzarote von der Insel La Graciosa trennt, genießen. Von der Cafeteria führen links und rechts Ausgänge auf eine schmale Terrasse vor dem Panoramafenster. Wir haben uns trotz kräftigen Wind sowohl auf die Terrase als auch zu einem weiteren Aussichtsbalkon auf das Dach gewagt. Sehr frisch, aber eine sensationelle Aussicht.

Vom Mirador del Rio führte uns eine kleine schmale Straße oberhalb der steilen Klippen nach Süden. Schön war die Fahrt entlang der Risco-Felsen, deren Farben von rosa bis hin zu verschiedenen Brauntönen wechselten. Niedrige Steinmauern sichern den wirklich schmalen Weg (laut Verkehrsschild 2 m breit) rechts zum Abhang hin, zur Landseite liegen kleine Mais- und Kartoffelfelder sowie Weingärten. Nach ca. 3 km erreichten wir wieder die normale Landstraße und nach weiteren 2 km bogen wir in dem kleinen Dörfchen Guinate rechts zum Mirador de Guinate ab. Hier konnten wir noch einen letzten Blick zurück auf die Insel La Graciosa bzw. auf die steil aufsteigenden Felsen des Risco de Famara werfen.

Kurz darauf fuhren wir bei Haria durch das Tal der 1000 Palmen. Es handelt dabei um Kanarische Dattelpalmen. Die Datteln werden allerdings im milden Klima der Insel nicht reif und eignen sich dadurch nur als Viehfutter. Bald führte uns die schmale Straße in steilen Kehren hoch zum Mirador de Haria. Früher gab es hier auch eine gleichnamige kleine Bar. Trotzdem hat sich hier ein Stopp gelohnt. Der Blick zurück auf das Tal der 1000 Palmen und auf die links und rechts liegenden Terrassenfelder ist einmalig. Nach ein paar weiteren Kurven erschien auf der linken Seite ein relativ hässlicher Betonbau, das Restaurant Los Helechos. Aber der Blick auf das uns zu Füßen liegende Tal war beeindruckend. Wir konnten dem Barranco del Chafarís entlang bis nach Arrieta an der Ostküste sehen. Auch hier haben wir am vorletzten Tag nochmal vorbeigeschaut. Und diesmal hatten wir auch Sonnenschein und der Blick ins Tal der 1000 Palmen war umso schöner.

Den Berg hinunter, in Teguise rechts ab Richtung Norden an die Küste. Hier liegt die Playa de Famara. Wegen seiner enormen Länge von über zwei Kilometern und einer Breite bis zu einhundert Metern stellt dieser Strandabschnitt den längsten der Insel dar. Mit niedrigen, leicht bewachsenen Dünen liegt er direkt am Fuße des mächtigen Famara-Massivs, das landeinwärts einige hundert Meter steil in die Höhe ragt. An seinem westlichen Ende liegt das kleine Dorf Caleta de Famara. Die entspannte Atmosphäre in dieser perfekten, weitläufigen Umgebung zieht das ganze Jahr über Jogger, Badegäste, Surfer, Windsurfer und Kitesurfer an. Hier kommt jeder Surfer auf seine Kosten.

Tag 4 / YAIZA – PARQUE NACIONAL DE TIMANFAYA – MANCHA BLANCHA – MONTANA COLORADA

Auf dem Weg zu den Feuerbergen machten wir in Yaiza, das von seinen Bewohnern als schönstes Dorf Lanzarotes gepriesen wird, unseren ersten Halt. Und tatsächlich hatten wir den Eindruck, dass es mit Teguise und Haria kongurieren kann. Überall sieht man die weißen Häuser in den gepflegten Gärten sowie zahlreiche Palmen und rotblühende Pflanzen (Christusdorn). Das Dorf existierte nach heftigen Vulkanausbrüchen von 1730 praktisch nicht mehr und wurde wiederaufgebaut. Die Bewohner unternahmen alles, um den kleinen Ort wieder in seiner früheren Schönheit entstehen zu lassen. Heute ist nicht mehr die Landwirtschaft sondern der Tourismus und der Weinanbau Haupteinnahmequelle der Gemeinde.

Von Yaiza fuhren wir durch unendliche Felder erstarrter Lava zum Parque Nacional de Timanfaya, auch Montañas del Fuego (Feuerberge) genannt. Der Nationalpark ist Hauptattraktion von Lanzarote. Das größte Lavafeld der Erde ist während der Vulkanausbrüche in den Jahren 1730 – 1736 entstanden. Fast ein Viertel der Insel ist seitdem von einer bizarren Wüste von Vulkankegeln, riesigen Aschenfeldern und erstarrter Lava bedeckt. Wir fuhren von der Hauptstraße ab, zahlten am Kassenhäuschen unseren Eintritt und fuhren bis zum großen Parkplatz auf dem Besucherzentrum, dem Islote de Hilario. Von hier hat man einen großartigen Blick über den Nationalpark. Der Höhepunkt der Besichtigung war dann die Fahrt mit einem Bus (leider nicht mit dem eigenen Auto erlaubt) durch die Feuerberge, die Ruta de los Volcanos, die etwa eine halbe Stunde dauerte. Man glaubt sich in eine Mondlandschaft versetzt, findet kahle Hänge, gewaltige Kraterlöcher, sowie überall scharfkantige Lava in allen Formen und Farben. Besonders das Farbenspiel in dieser Landschaft ist immer wieder ein Erlebnis. Wieder beim Ausgangspunkt angelangt besuchten wir noch das Restaurant El Diablo, wo man sich an diversen Grillspeisen direkt vom Lavagrill laben konnte. Hier wurden dem Besucher auch Demonstrationen dargeboten, bei denen die große Erdhitze vorgeführt wurde. So wurde Wasser in Röhren gegossen, die bis zu 10 m tief in den Boden gelassen sind. Das Wasser verdampfte in sekundenschnelle und zischte in einer Dampffontäne in die Höhe. Sehr beeindruckend! Und als sei der Vulkanausbruch erst gestern gewesen!

Nicht weit vom Nationalpark entfernt liegt der kleine Ort Mancha Blanca. Hier steht mit der Nuestra Señora de los Dolores eine der beliebtesten Wallfahrtskirchen Lanzarotes. In ihr befindet sich die Madonna Nuestra Señora de los Volcanes (Unsere Liebe Frau von den Vulkanen). Die Legende besagt, dass die Madonnenfigur, getragen von den verzweifelten Einwohnern des Dorfes Mancha Blanca, während einer Bittprozession die Lavaströme anhielt und so das Land vor weiterer Zerstörung bewahrte. Heute markiert ein Holzkreuz  diese Stelle. Etwas außerhalb von Mancha Blanca haben die Bauern in einem flachen Vulkankessel, der Caldera de Guiguan, eine unglaublich schöne, harmonische Gartenlandschaft aus flachen Terrassen geschaffen, auf denen Gemüse angebaut wird.

Bei einem Vulkanausbruch kann unter hohen Druck das heiße Magma beim Hochschleudern in Rotation versetzt werden und die Form einer Kugel annehmen. Solche Vulkanbomben wollten wir auch sehen. Also fuhren wir etwa 5 km von Mancha Blanca Richtung Süden zum Vulkan Montana Colorada. Hier konnten wir uns bei einer rund 1 km langen Vulkanumrundung solche Lavabomben ansehen. Die riesigen Brocken sind äußerst beeindruckend und lassen nur erahnen, mit welcher Wucht sie damals auf den Boden krachten. Entlang der Route befanden sich mehrere Informationstafeln. Dort erfuhren wir Näheres über Vulkanologie, Vulkanbomben und den Krater Caldera Colorada. Vor allem seine rötlich dann wieder schwarz schimmernden Farben boten ein skurriles Panorama.

Tag 5 / TÍAS – FEMÉS – PLAYA BLANCA – PLAYA QUEMADA – PUERTO CALERO – PUERTO DEL CARMEN

An diesem Tag gab es für uns mit den hellsandigen Dünenregionen und den berühmten Badestränden im Südwesten ein faszinierendes Kontrastprogramm zu den dunkelfarbig leuchtenden Feuerbergen. Auf dem Weg dorthin machten wir in der Ortschaft Tías einen kurzen Fotostopp. Touristisch ist Tías eigentlich uninteressant, wäre da nicht die mit Hibiskusbüschen und Palmen geschmückte breite Avenida Central, an der sich das Städtchen entlang zieht. Erwähnenswert wäre auch noch die hübsche weiße mit schwarzen Lavasteinen abgesetzte, aufgelassene Kirche San Antonio, die früher als Cilla, als Pfandleihhaus diente. Und immer wieder die landestypischen weißen Häuser mit den kanarischen Balkonen.

Wir fuhren weiter Richtung Playa Blanca an der Südspitze Lanzarotes. Auf der Spitze der Gebirgskette Los Ajaches liegt das kleine, meist windgepeitschte Dorf Femés. Es ist dank der Kirche Iglesia de San Marcial de Rubicón entstanden. Diese Kirche hatte ihren Standort zu nah an der Küste in der Rubicón-Ebene, so dass sie bei Piratenangriffen nicht mehr zu schützen war. Man baute sie etwa 350 Meter höher gelegen am Ende des Valle del Pozo wieder auf. Ihre Bewohner lebten lange Zeit nur von der Ziegenzucht und der Herstellung von Ziegenkäse (Queso de Cabra). Heute ist der Tourismus ihre Haupteinnahmequelle. Femés wird auch als Balkon des Rubicón bezeichnet, weil es einen weiten Ausblick auf die Rubicón-Ebene im Süden Lanzarotes bis hin zu den Nachbarinseln Lobos und Fuerteventura bietet. Leider hatten wir mit dem Wetter kein Glück. Zwar konnten wir bis nach Playa Blanca an die Küste blicken, die Inseln waren aber nicht mehr zu sehen. Dafür jedoch die Ziegen.

Im Tal angelangt besuchten wir das Urlaubszentrum Playa Blanca auf der praktisch unbesiedelten, recht kahlen Rubicón-Halbinsel am südlichsten Zipfel Lanzarotes. Bis in die 1960er-Jahre hinein war der Ort der Salzverschiffungshafen für die nahe gelegenen Salinen von Janubio. Dann geriet er fast in Vergessenheit. Erst Ende der 1980er-Jahre begann das touristische Zeitalter und der Ort entwickelte sich zur größten Feriensiedlung der Insel. Von Playa Blanca´s Hafen gehen mehrmals täglich die Fähren zur nahegelegenen Insel Furteventura ab. Da wir jedoch schon Hotels, Ferienhäuser und Bungalows kannten, schauten wir uns nur kurz im Jachthafen um und fuhren dann wieder weiter.

Und zwar wieder über Femés an die Ostküste zum Fischerdorf Playa Quemada. Er liegt am Ende des Naturschutzgebietes um Los Ajaches und hat den einzigen Strand der in dieser Gegend mit dem Auto über eine asphaltierte Straße ereichbar ist. Der Ort ist vom Tourismus völlig unerschlossen. Hotels oder Pensionen findet man hier nicht. Es gibt nur ein paar private Ferienhäuser und Ferienwohnungen. Der schwarze Strand Playa de la Arena liegt in einer geschützten Felsenbucht direkt vor den Häusern der Einheimischen. Allerdings ist der Strand etwas steinig und felsig. Einige hundert Meter südlich vom Dorf gibt es einen zweiten Naturstrand. Bei Ebbe ist dieser Strand bequem unterhalb der Küste entlang zu Fuß zu erreichen. Bei Flut ist dieser Weg nicht passierbar und man muss über einen recht steilen Hügel laufen.

In Puerto Calero konnten wir den eleganten Yacht- und Sporthafen besichtigen. 420 Anlegeplätze für Yachten jeder Größe bietet der durch eine Mole geschützte Hafen. Eine große Attraktion ist das U-Boot Sub Fun Tres mit dem man unweit der Küste in 25 m Tiefe auf Tauchgang gehen kann (inkl. Schiffswrack). Für Landratten gibt es an der Uferpromenade eine Fußgängerzone mit einer Unzahl an Geschäften, Terrassen-Restaurants und Bars. Puerto Calero ist dabei, sich nicht nur zu einem Yachthafen von anerkanntem Renommee zu entwickeln, sondern auch zu einem Mode-Mekka von internationalem Niveau.

Letzte Station unseres Tagesausfluges war Puerto del Carmen, das bedeutendste und größte Ferienzentrum der Insel. Unzählige Hotels und Pensionen, Apartments und Ferienhäuser warten hier auf Gäste. Mit seinen teilweise noch im alten kanarischen Stil erhaltenen Häusern im historische Zentrum mit dem einstigen Fischereihafen wirkt das alte Puerto del Carmen noch recht ursprünglich. Etwas erhöht oberhalb des Hafens entdeckten wir die sehr schmale Kirche Nuestra Senora del Carmen. Im Osten von Puerto del Carmen liegen die ausgedehnten Strände Playa Blanca und Playa de los Pocillos, zusammengefasst haben sie den Namen Playa Grande.

Tag 6 / EL GOLFO – LOS HERVIDEROS – LAS SALINAS DE JANUBIO – PLAYA DEL JANUBIO

Der kleine Küstenort El Golfo im Südwesten Lanzarotes ist wegen seiner Fischrestaurants bei Touristen beliebt. Südlich davon befindet sich eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Insel. Es ist der teilweise im Meer versunkene Krater des Vulkans Montaña de Golfo, in dem sich eine Lagune gebildet hat, die etwa 50 Meter von der Küste entfernt liegt. Die markante grüne Farbe der Lagune entsteht durch einzellige Algen, die sich dem hohen Salzgehalt des Sees angepasst haben. Der Kratersees wird Charco Verde (grüner Teich) oder auch Charco de los Clicos genannt. Um dorthin zu gelangen mussten wir vorher noch den Kraterrand überwinden. Von oben hatten wie dann jedoch einen traumhaften Überblick.

Keine 5 km weiter sahen wir schon das nächste Naturschauspiel: Los Hervideros. Der Name bedeutet Die Brodelnden, und tatsächlich meint man schon beim Blick vom Parkplatz aus in den tiefen Fjord einen brodelnden Dampfkessel unter sich zu haben. So kräftig schlagen hier die meterhohen Wellen des Atlantiks in die schwarzem Vulkangrotten, pressen die gischtenden Wellen in eine Öffnung und drücken sie an einer anderen Öffnung wieder hinaus. Und wir haben uns über eine natürliche Lavabrücke auch noch näher herangetraut. Bis wir nass waren. Das Wasser hat mit seiner Kraft Löcher und Schneisen in die Felsen geschlagen, und die Lava an dieser Küste grottenartig ausgehöhlt. Hier kann man sich stundenlang aufhalten und diesem Naturschauspiel zuschauen.

Wieder nur ein paar Kilometer weiter erkennt man schon Lanzarotes einzige noch in Betrieb befindliche Saline, die Las Salinas de Janubio. Sie liegt an einer großen, smaragdgrünen Meerwasserlagune. Zu ihrer Blütezeit wurden in den Salinas etwa 10 000 Tonnen Salz pro Jahr produziert. Ursprünglich wurde das Wasser durch Windmühlen in die Lagune gepumpt, heute werden elektrisch betriebene Pumpen verwendet und die Ausbeute ist nur mehr 2 000 Tonnen Salz pro Jahr. Die Salzpfannen, die in einem geometrischen Muster angeordnet sind, haben je nach der Menge des Wassers, das sie enthalten, unterschiedliche Farben und könnten für ein absichtlich erschaffenes, riesiges Kunstwerk gehalten werden.

Etwas unterhalb der Salzfelder Las Salinas de Janubio befindet sich ein wundervoller, langer, schwarzer Sandstrand. Der Playa del Janubio besteht nicht nur aus feinem Sand, sondern auch aus kleinen Lavasteinchen, so daß man bei empfindlichen Füßen besser nicht barfuß läuft. Wegen der starken Strömung bzw. der hohen Wellen die gegen die Felsen schlagen, ist es wohl besser hier nicht baden zu gehen. Besser man macht einen Strandspaziergang und findet zwischen den kleinen Lavasteinchen den einen oder anderen kleinen, grünen Edelstein Olivin. Wenn man Glück hat! Hatten wir nicht!

Tag 7 / LAS PENAS DEL CHACHE – MONTANA DE GUENIA

Am vorletzten Tag unseres Urlaubs sind wir zum 670 m hohen Las Penas del Chache, dem höchsten Punkt Lanzarotes, gefahren. Das Auto haben wir am Fuße des Berges abgestellt und sind zu der auf dem Gipfel liegenden Radarstation aufgebrochen. Wir wollten uns das kleine Wäldchen El Bosquecillo anschauen. Es soll ein beliebtes Ausflugsziel der Inselbewohner sein und die wenigen Kanarischen Kiefern und die zahlreichen Lanzarote-Akazien sollen nirgends auf der Insel so gut wie hier gedeihen. Sollen! Steht alles im Reiseführer. Bei unserer Wanderung hat leider das Wetter nicht mitgespielt. Anfangs war noch alles in Ordnung. Gleich nach der Radarstation trafen wir auf Bauern die mühsam mit ihrem Esel den Acker pflügten. Freundlich wie die Einheimischen sehr oft sind, haben sie uns sofort zu Wein und selbstgemachter Kekse eingeladen. Obwohl keiner von ihnen englisch oder deutsch sprechen konnte, wir wiederum kein spanisch konnten, haben wir uns mit Hilfe der Zeichensprache doch bestens unterhalten. So gestärkt wanderren wir weiter Richtung El Bosquecillo. Doch plötzlich schlug das Wetter um und dichter Nebel nahm uns jede Orientierung. Nur mit Mühe haben wir unser Auto wieder gefunden. Das Wäldchen blieb im Nebel veschwunden.

Zwischen Tahiche und Guatiza führt eine kleine Landstraße den Barranco de las Piletas entlang nach Teseguite. Kein Reiseführer kennt diesen seltsamen Ort. Auf der rechten Straßenseite konnten wir die Ausläufer des Vulkans Montaña de Guenia erkennen. Wie kunstvolle Stelen stehen bizarre Formationen aus Tuffgestein mitten in der Landschaft. Es wurde über Jahre abgetragen, um die Grünanlagen in den Hotels zu verschönern. Geblieben sind Erosionstürme im Lavafeld. Hier kann man atemberaubende Fotos aller Schattierungen von vulkanischen Aktivitäten zwischen den bizarren Felsformationen schießen.

Tag 8 / ARRECIFE – WIEN

FAZIT

Alljährlich machen viele Millionen sonnenhungriger und badelustiger Touristen Urlaub auf der Vulkaninsel Lanzarote. Es gibt auf der Insel traumhafte Strände, die einen Badeurlaub zum reinsten Vergnügen machen.

Aber Lanzarote ist keine reine Badeinsel; es gibt auch viel zu besichtigen, von Vulkanen und Lavafeldern über Aussichtspunkte mit unvergesslichen Panoramablicken bis zu malerischen Dörfchen. Echte Highlights waren auf jeden Fall der Timanfaya Nationalpark und die Fundación César Manrique.

Sonnenuntergang auf Lanzarote
Sonnenuntergang auf Lanzarote

 

 

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